Der Blick und der Körper

Die Art und Weise, wie wir hinschauen, wie wir die Dinge ansehen, wirkt sich auf unsere Flexibilität im Dialog aus. Dies ist kein unbekanntes Argument mehr in der heutigen Zeit. Eine entspannte Muskulatur in der vorderen Augenpartie erlaubt es, einen Abstand zu den Dingen zu finden. Dieser Abstand befähigt mich dazu, meine Argumente besser zu planen.

Gleichzeitig wirkt sich die Art und Weise, wie wir sehen, auf unsere Körperfunktionen aus.  Der Panoramablick zum Beispiel ermöglicht uns wieder das große Ganze zu sehen. Dieser weite Blick wirkt sich vergrößernd auf unsere Körperregionen aus, auch auf den Sehapparat.

Der Kopf und das Becken sind wieder in einem beweglichen Kontakt und dieser  intensiviert die Atmung. Die daraus entstehende Weite hilft mir bei meiner Aufrichtung. So bestimmt das Sehen meine Körperspannung und Atemkapazität mit und damit auch inwieweit ich im Dialog zur Verfügung stehe.

Es ist der Abstand zu den Dingen, der uns in die Sprache finden und konkret und sachlich bleiben lässt. Ein zu starkes Fokussieren hingegen lässt uns schnell das eigentliche Anliegen im gemeinsamen Austausch verlieren. Hinzu kommt, dass ich meine Präsenz verliere, da ich nur mit dem Anderen beschäftigt bin. Es fehlt der Anfangspunkt im Dialog, das ICH.