„In Leichtigkeit mit vollem Rucksack sein …“

… Mein persönlicher THINK TANK

August 2018

… Leichtigkeit kommt von Abstand. Der Moment, indem ich mein Sprechen oder Reagieren aus dem Abstand zu den Dingen heraus beginne lässt mich in einer Klarheit und Sachlichkeit sein.

Juli 2018

… Meine Arbeit mit Stimme und Sprechen in den letzten 20 Jahren macht mich täglich neugierig, weitere Ursachen zu finden, die den Menschen abhalten, mit ihrer eigenen Stimme in Balance zu sein. Dass es dafür einen Zusammenhang zu dem Sehen gibt, ahnte ich irgendwann. Als ich meinen ersten Eyebody® Intensiv Kurs in Neuseeland besuchte, bekam ich die gesuchte Antwort auf meine Frage. Von da an änderte sich vieles in meinem praktischen Unterricht und dem Lesen meiner Klienten und Studenten. Ich lernte, dass unsere Augen erst in zweiter Funktion zum scharf sehen gemacht sind. In erster Funktion koordinieren sie, neben anderen Teilen des Gehirns unseren physischen, emotionalen und mentalen Zustand. Aha. Interessant. Davon schreibt Platon also in Alkibiades 1 über das Sehen und Sein, das Sein und das Sehen. Neben Platon haben wir zahlreiche zeitgenössische Autoren, die sich auf philosophischer oder soziologischer Ebene dem Thema widmen. Mich interessiert nun aber das Wechselspiel zwischen der Sehbahn, der Atmung und dem Denken. Es ist immer unsere Entscheidung, wie wir Luft einlassen, atmen, und wie wir das große Draussen über unsere Augen hineinlassen. Auch wenn ich noch einen langen Weg der Beweisführung vor mir habe, meine Ahnung hält mich wach. Inzwischen konnte ich bestätigende Beobachtungen machen und fand in den focussierten Augen eine hinderliche Gewohnheit in unseren Beziehungen zu den Anderen und der Umwelt …

Juni 2018

… Hören! Zuhören!
Derzeit Kovacs – Shirley, sound of underground…“

Mai 2018

… Man sollte das Leben ein Stück weit delikater ausnutzen und schmecken – warum kein delikates Leben führen …

April 2018

… Glück ist kein Gefühl, sondern eine Entscheidung. (gefunden bei Tilda Swinton aber wer hat es zuerst gesagt????)
Und, ja, entspannte Augen machen glücklich, weiß ich inzwischen – SUPER AUSSAGE 🙂

November 2017

… Worum geht es?

Abgrenzung und Ausbreitung * Psyche hat des erste Wort * sich zeigen durch Stimme * wer festhält kommt nicht in die Reaktion und damit nicht ins Antworten * richtig oder falsch kenne ich gar nicht * Details in den Zusammenhängen * Linien und deren Bedeutung zwischen uns und in der Kommunikation * Atem * Atmen * Linien an uns und von uns und in uns * schnelles Zugreifen auf die Blockaden * hohe Spiegelfähigkeit in der Zusammenarbeit * dem Nachgehen, was unruhig macht * einen Hauptsatz zur Bewertung * die Sache mit dem Atem, dem sich der Welt zur Verfügung stellen * an der Resonanz der Weltbeziehungen mitarbeiten * Linie als Verlängerung des Körpers * arbeiten am direkten Ton und der Antwort im Sprechen * zuhören heißt auch mit entspannten Augen zu hören, zur Verfügung stehen * wer festhält kommt nicht in die Reaktion und damit nicht ins Antworten * es kann ja nicht sein, dass die Dinge so sind, wie sie bis gestern waren * die Ressourcen der anderen zu locken und zum Einsatz zu bringen in Stimme und beim Sprechen * was kann das Sehen mit dem Ausdruck alles anstellen * Neugier hält mich wach * das Zeigen kommt vor dem Sprechen * Eindruck vor Ausdruck * Wachheit für den Moment * durchlässiger Körper und Atem in Bewegung * die Gedanken in den Flanken * Panoramablick im weiten Sehfeld * Stimme ist die Verlängerung des Körpers * Körperfantasie * Sprechen* … und worum geht es noch?

Februar 2017

… FEEDBACK auf meinen WORKSHOPS  2015- 2018 AN DER MUK MIT Studierenden der darstellenden Kunst

„… binnen einer Woche Training hat sich Erhebliches für mich verändert…Für mich waren Gespräche, und sind es seitdem auch noch, sehr viel Du-bezogener. „Mein Gesprächspartner holt mich aus mir raus“. Dieser Satz hat für mich eine ganz andere Dimension angenommen. Präsenz hat für mich sehr viel Mutiges. Wer präsent sein will, muss sich aus sich selbst heraus trauen, sich das Leben auf der Netzhaut zergehen lassen. Insbesondere der Sehtanz und das Sehliniensehen waren und sind auch noch meine Favoriten…..“

„… Vor allem was die Textarbeit betrifft, habe ich durch die „Sinnschritte“ eine mir noch unbekannte Arbeitsmethode kennengelernt, die mir Lust auf mehr gemacht hat. Die bewusste Arbeit mit den Augen, insbesondere mit der Sehrinde, hat mich zu Anfang skeptisch gemacht, aber im Laufe der Woche ist mein Interesse gestiegen, da ich bei der Beobachtung der anderen Teilnehmer deutliche Unterschiede „vor und nach der erfolgreichen Aktivierung“ sehen konnte. Diese Unterschiede betrafen vor allem die Präsenz der jeweiligen Person, die durch Atem und Stimme unterstützt wurde….“

„… Die eine Sache, die ich wirklich mitgenommen habe, ist, dass es nicht so schwer ist wie ich dachte, auf Haltung oder Augenöffnung zu achten, es ist nur eher etwas Ganzkörperliches. Die Sache mit dem „Gehen aus dem Hinterkopf“ hat mir immer öfter geholfen, meine Haltung zu korrigieren und ich denke ich bin etwas aufrechter geworden. Das Sehen aus der Sehrinde ist für mich noch immer ungewohnt, aber ich glaube, es ist nützlich, um auf der Bühne eher beim Partner als bei sich selbst zu sein …“

„… In der Woche durfte ich erleben, dass sich durch die „Entspannung“ meines Blickes (damit einhergehend die Entspannung von Kiefermuskulatur und weiteren Muskeln im Körper vor allem spürbar im Oberkörper) meine Selbstsicherheit verstärkt. Je weniger ich versuche jemanden mit meinem Blick (angestrengt) zu fokussieren, also je offener ich bleibe, desto selbstbewusster bin ich. Der sogenannte Panoramablick löst eine Wärme in meinem Körper aus und gleichzeitig eine innere Ruhe. Dadurch fließt mein Atmen wie von selbst und es fühlt sich so an als wäre mein Körperinneres frischgeölt…“

„… Es war sehr intensiv und ich konnte sehr viel mitnehmen. Im Alltag konnte ich feststellen, dass ich immer darauf achte, meine Augen bewusst zu entspannen, also den Panoramablick mehr einzusetzen, das hilft mir sehr viel. Dadurch fühle ich mich viel zentrierter und weniger gestresst. Im Alltag fühle ich mich oft gehetzt und ich kann durch das bewusste Entspannen der Augen somit viel mehr zur Ruhe kommen…“

„…Die Arbeit an Stimme und Atmung unter Anwendung der Eyebody-Methode hat mich als Schauspielerin darin bestärkt, dass es nie darum geht, etwas dazuzulernen, sondern darum, etwas wegzulassen. So hat die Arbeit mit Steffi Hofer mir Wege gezeigt, verstellte oder lange verschüttete Potentiale meines Körpers und meines Ausdrucks freizulegen. Interessant dabei ist für mich der Moment des Risikos – alte Haltemuster aufzugeben fühlt sich erst mal an wie ein Sprung vom 10-Meter-Brett. Dass man nach dem Loslassen aber nicht fällt, dass man im Gegenteil von der Materie getragen wird und ein Austausch zwischen dem Ich und der umgebenden Welt, eine Schwingung erst dadurch möglich wird, ist eine erstaunliche Erfahrung. Diesen Weg immer wieder zurückzulegen ist meine Aufgabe als Schauspielerin…“

„… mir wurde während des Workshops immer deutlicher klar, wie sehr meine Augen mit meinem kompletten restlichen Körper zusammenhängen und auch meine äußere und innere Haltung sehr stark beeinflussen. Ich habe auch immer mehr wahrgenommen wie sich meine Augen oft, ich nenne das jetzt einfach mal so, selbstständig machen und dadurch auch oft unnötige Verkrampfungen entstehen, die, wenn sie gelöst werden, neue Welten eröffnen, wenn man das so sagen kann. Vor allem machen verkrampfte Augen die Person gefühlt sehr klein auf der Bühne….“

„… Beim bewussten „Liniensehen“ atme ich tiefer und bekomme mehr Luft und bin danach viel fokussierter und wacher. Durch den Panoramablick erfahre ich eine größere Offenheit im Umgang mit mir selbst und meiner Umwelt. Auch die Erfahrung jemandem wirklich in die Augen zu sehen, „Die Sehrinde zu aktivieren“, kostet zwar erst Überwindung, aber dann bin ich viel geschützter, weil ich sozusagen in mir ruhen kann, dem anderen nichts beweisen muss und mich zeige und nicht mehr das Gefühl habe, etwas verlieren zu müssen beim Partner. Das macht mich unglaublich frei von Ängsten, um mit dem Partner dann spielen zu können. Besonders empfehlenswert ist die Übung „Sehrinde aktivieren“ bei Spielern, die sich noch nicht gut kennen oder bei Spielern, die Vorurteile haben, weil sie einen bestimmten Eindruck schon vom anderen haben. Das passiert ja oft im eigenen Jahrgang finde ich. Darüber hinaus finde ich diese Übungen gut, um ruhiger aber gleichzeitig aufmerksamer zu werden. Ich fand die Übungen als Training super, jedoch während des Schauspielens vor allen Dingen unter Verwendung von Text sie bewusst zu verwenden noch schwierig, weil ich mich dann immer beobachtet habe. Ich glaube, ich muss einfach immer weiter trainieren, bis sich das dann irgendwann automatisch im Spiel verbindet….“